7. März 2018

Internationaler Frauentag 2018: 100 Jahre Frauenwahlrecht - viel erreicht, viele neue Aufgaben

Torsten Wolf beim Plakatieren. "Macht jeden Tag zum Frauentag!"

Den internationalen Frauentag 2018 nimmt der Landtagsabgeordnete Torsten Wolf, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum Anlass, darauf zu verweisen, dass es in Deutschland vor 100 Jahren allen BürgerInnen das erste Mal möglich war, ihre demokratischen Rechte wahrzunehmen und wählen zu gehen. „Der Kampf für ein allgemeines Wahlrecht von Männern und Frauen und damit die politische Gleichstellung war immer auch ein Kampf um die gleiche Bezahlung und Behandlung von Männern und Frauen, also die soziale Gleichstellung.“

Frühe Befürworter und Vordenker für die Gleichstellung waren Karl Marx und Friedrich Engels, die anders als Ferdinand Lassalle, Urvater der Sozialdemokratie, gegen das Frauenarbeitsverbot argumentierten, da die Gleichstellung von Mann und Frau nur durch die wirtschaftliche Gleichstellung durch die Erwerbsarbeit von Frauen gelingen kann. Die politische Gleichstellung in Verknüpfung mit der sozialen Gleichstellung von Männern und Frauen schrieben sich die Suffragetten (suffrage=Wahlrecht) in Großbritannien des frühen 20. Jahrhundert (u.a. die Textilarbeiterinnen in in Lancashire) auf ihre Fahnen. In Deutschland kämpfte vor allem die demokratischen Sozialisten Clara Zetkin und August Bebel seit 1891 um das Frauenwahlrecht, ebenso wie um die sozialen Rechte von Frauen.

„Die politische Gleichstellung ist in Deutschland verwirklicht. Die soziale Gleichstellung allerdings hinsichtlich der Verdienste, des Anteils an geringfügiger Beschäftigung von Frauen bis hin zu Zwangsteilzeit, sind diese heute noch erheblich schlechter gestellt als Männer. Im Jahr 2016 verdienten Frauen in Jena (in Vollzeit) 2.869,57€ und Männer 3065,94. Damit verdienen Frauen, bei meist besserer Qualifikation, 196€ bzw. 6,4% weniger als Männer (Zahlen der Statistikstelle der Arbeitsagentur).

In den Familien ist die geschlechtergerechte Verteilung der Aufgaben auf einem guten Weg, was auch die gerade in Jena bundesweit höchste Inanspruchnahme von Erziehungszeiten zeigt. Aber gesamtgesellschaftlich und politisch sind die Erfolge der Gleichberechtigung durch rechtspopulistische Parteien wieder in Gefahr zurückgedrängt zu werden. Wir als LINKE sagen dagegen „Macht jeden Tag zum Frauentag!“ und kämpfen mit allen progressiven Menschen für die völlige soziale Gleichstellung von Frauen.“ so der Landtagsabgeordnete Torsten Wolf, der am Internationalen Frauentag in Jena unterwegs sein wird um vielen Frauen zu ihrem Ehrentag eine kleine Aufmerksamkeit zu überreichen.

 

 

Quelle: http://www.torsten-wolf-jena.de/nc/start/aktuell/detail/artikel/internationaler-frauentag-2018-100-jahre-frauenwahlrecht-viel-erreicht-viele-neue-aufgaben/