Einen TVStud auch für Thüringen

Christian Schaft
PresseWissenschaft-ForschungChristian Schaft

Nach dem bundesweiten Hochschulaktionstag am letzten Montag mit mehr als 500 Beschäftigten, werden die Proteste heute mit Warnstreiks fortgesetzt. Christian Schaft, hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, bekräftigt erneut die Forderungen nach einem Tarifvertrag für studentische Beschäftigte: „Die Arbeitsbedingungen von studentischen Assistent:innen sind prekär. Kettenbefristungen, unentgeltliche Arbeit und fehlende Mitbestimmungsrechte sind an der Tagesordnung. Das kann so nicht weitergehen. Ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte muss drin sein.“

Nach dem bundesweiten Hochschulaktionstag am letzten Montag mit mehr als 500 Beschäftigten, werden die Proteste heute mit Warnstreiks fortgesetzt. Christian Schaft, hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, bekräftigt erneut die Forderungen nach einem Tarifvertrag für studentische Beschäftigte: „Die Arbeitsbedingungen von studentischen Assistent:innen sind prekär. Kettenbefristungen, unentgeltliche Arbeit und fehlende Mitbestimmungsrechte sind an der Tagesordnung. Das kann so nicht weitergehen. Ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte muss drin sein.“

Seit den 1980er Jahren gibt es bereits einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (TVStud) in Berlin. Nach den Streiks haben aktuell die Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg ihre Offenheit für einen Tarifvertrag bekundet. Das sollte auch aus Thüringen heraus unterstützt werden. Schaft ergänzt: „Wer denkt, allein die Anhebung des Stundenlohns für studentische Assistent:innen löst das Problem, der irrt. Die Ergebnisse der Studie ‚Jung, akademisch, prekär‘ vom Januar 2023 mit mehr als 11.000 Befragten haben gezeigt, dass unter anderem die vertraglich vereinbarte monatliche Arbeitszeit und die Vertragslaufzeiten von Arbeitsverträgen entscheidende Faktoren sind.“

Bundesweit liegt das Arbeitsvolumen studentischer Beschäftigter durchschnittlich bei 32,8 Stunden im Monat. Spitzenreiter im Gesamtvergleich ist Berlin mit 49,5 Stunden im Monat, während Thüringen das Schlusslicht im Vergleich mit 25,7 Stunden im Monat bildet. Auch bei den Vertragslaufzeiten der Arbeitsverträge belegt Thüringen mit durchschnittlich 4,7 Monaten den letzten Platz. Das will der Hochschulpolitiker nicht hinnehmen. „Aktuell gilt: Den Job an der Hochschule als studentischer Beschäftigter muss man sich leisten können. Eine geringe BAföG-Förderquote tun ihr Übriges. In vielen Fällen sind studentische Beschäftigte damit auf weitere Nebenjobs angewiesen. Wir unterstützen daher die Initiative TVStud und ihre Forderungen“, erklärt der LINKE-Hochschulpolitiker.

Anmerkung: Im Rahmen der Neufassung des Thüringer Hochschulgesetzes 2018 wurden die studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte in Assistent:innen umbenannt. In allen anderen Bundesländern wird von studentischen Hilfskräften gesprochen.Mehr zur Studie „Jung, akademisch prekär“ vom Institut Arbeit und Wirtschaft vom Januar 2023 finden Sie hier