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Situation Lehrerarbeitsmarkt - Forderungen müssen realisierbar sein

„In diesem Jahr werden wir zirka 850 Lehrer unbefristet und 210 befristet einstellen. Dies sind ca. 300 Lehrer mehr als in den Ruhestand gehen. Noch nie wurden in Thüringen so viele Lehrer eingestellt wie dieses Jahr. Aber wir kommen an unsere Grenzen, für jede ausgeschriebene Stelle auch eine Lehrkraft zu finden“, sagt Torsten Wolf. Die von den Gewerkschaften und Lehrerverbänden geforderte 10-prozentige Vertretungsreserve wird vom bildungspolitischen Sprecher der Fraktion DIE LINKE begrüßt. Der Abgeordnete gibt aber zu bedenken, dass eine solche Forderung leer läuft, wenn die dafür benötigten Lehrer überhaupt nicht zur Verfügung stehen.

„Bereits dieses Jahr werden mehr als 60 Menschen eingestellt, die als Seiteneinsteiger den wachsenden Lehrerbedarf abdecken. De facto ist der Lehrerarbeitsmarkt, mit Ausnahme von Gymnasiallehrlehrern, wie leergefegt. Deshalb ist die Initiative der GEW und des tbb zu begrüßen und verständlich, aber leider nicht umzusetzen“, so Wolf.

Dementsprechend mache es auch keinen Sinn, in einem Nachtragshaushalt für neue Stellen knapp 100 Mill. Euro einzustellen, die gar nicht besetzt werden können. Schon heute würden fast 100 Stellen befristete Einstellungen (z.B. Schwangerschaftsvertretungen) ungenutzt bleiben, weil diese nicht besetzt werden können. „Die Gewerkschaften haben mit der A13 für Regelschullehrer ab 1. Januar 2020 und den Personalentwicklungsverhandlungen viel erreicht. Die Fraktion DIE LINKE begrüßt es, mit den Gewerkschaften realisierbare und zielführende Forderungen diskutieren zu können und wird natürlich auch im Rahmen des Haushaltes für 2020 im Gespräch mit den Gewerkschaften sein“, betont Torsten Wolf.