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Dr. Gudrun Lukin / Torsten Wolf

Dr. Lukin und T. Wolf (DIE LINKE): Kindergärten können ab Montag den 18. Mai 2020 in kommunaler Verantwortung wieder öffnen

Dr. Lukin und T. Wolf (DIE LINKE): Kindergärten können ab Montag den 18. Mai 2020 in kommunaler Verantwortung wieder öffnen

Als einen wichtigen Schritt hin zur bedingten Normalität für Familien und Kindergartenkinder bezeichnen der Bildungspolitiker der LINKEN Torsten Wolf und Stadträtin und Landtagsabgeordente Dr. Gudrun Lukin die Entscheidung der Thüringer Landeskabinetts, von der Notbetreuung an den Kindergärten in den eingeschränkten Regelbetrieb überzugehen. „Kommunen als Aufgabenträger für Kindergartenbetreuung werden ab Montag in die Lage versetzt, eigenverantwortlich zu entscheiden, in welchen Schritten sie die Kitas wieder öffnen. Nach Abstimmung mit dem Gemeinde- und Städtebund soll so auch der unterschiedlichen regionalen Entwicklung bei den Infektionszahlen Rechnung getragen werden. Damit eröffnet das Land den Kommunen und freien Trägern die Möglichkeit, abgestimmte und funktionierende Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte umzusetzen und mit Familien und vor allem Kindergartenkindern den Weg in die Normalität zu gehen.“ so die beiden Landespolitiker.

Dabei ist vor allem die Stadt Jena gefordert. Als erste Entscheidung müssen alle Erzieher und Erzieherinnen, ob bei der Kommune oder bei freien Trägern beschäftigt, sofort in den Dienst gerufen werden. Diese müssen noch diese Woche die Voraussetzungen in den Kitas schaffen, von untersetzten Infektionsschutzplänen bis hin zur Anpassung der Konzepte an veränderte Öffnungszeiten- und Betreuungszeiten und der intensiven Elternarbeit, um die Kitas tatsächlich Schritt um Schritt zu öffnen. „Wir gehen davon aus, dass die städtischen Gremien sich intensiv mit den aktuellen Entwicklungen beschäftigen und bieten hier, als Vorsitzender des Bildungsausschuss im Landtag und Mitglieder im Finanzausschusses des Landesparlaments die intensive Zusammenarbeit an. Wir werden die kommunalen und freien Träger mit einer eigenen Abfrage begleiten, um so Entwicklungen zeitnah aufnehmen zu können. Als wichtigste Entscheidung wurde die Regelung, nach der nur 10 Kinder in der Gruppe gleichzeitig betreut werden können, zugunsten eines Konzeptes „Abstandsgebot in Abhängigkeit zur Raumgrösse“ abgelöst. Damit können die Träger und einzelnen Kindergärten spezifische und auf die räumliche Situation angepasste Betreuungskonzepte entwickeln und umsetzen. Die Erfahrungen daraus werden für die weitere Entwicklung dringend benötigt.“

Weiterhin unterstreichen Torsten Wolf und Dr. Gudrun Lukin : „Familien haben in den letzten Wochen die Hauptlast in der Krise tragen müssen. Die Landtagsabgeordneten der LINKEN haben erwirkt, dass Kita- und Hortgebühren in der Zeit der geschlossenen Einrichtungen 1:1 übernommen werden. Durch intensive Gespräche und Arbeit an der heute beschlossenem Eindämmungsverordnung konnte erreicht werden, dass die Perspektive der Öffnung der Kindergärten in kommunaler Verantwortung aufgenommen wurde. Als weiteren Schritt werden wir einbringen, dass auch in den Schulen keine starren Zahlen der Klassengrößen, sondern dem Abstandsgebot angepasste Schüler-Raumgrössen gelten. Dazu sind sind heute Nachmittag die Bildungspolitiker der Linken und der Koalition mit dem Bildungsminister im Gespräch.“

Hintergrund: Derzeit könnten in Jena 5.742 Kinder betreut werden, tatsächlich sind 5.529 Plätze besetzt (U3: 1.645; Ü3: 3.884). Damit sind 213 Plätze zur 100% Belegung noch frei. Dies schlägt sich auch beim Raumbedarf nieder. Derzeit stehen 18.626 qm in den Kitas zur Verfügung. Mit dem Aufheben der 10 Kinder Gruppenhöchstgrenzen ist es besser möglich, allen Kindern, wenn auch in Intervallen, die Möglichkeit des Besuchs einer Einrichtung zu geben.

Derzeit arbeiten 918 Personen als pädagogisches Personal, wovon 53 älter als 60 Jahre sind. Dies sind mit 5,7% deutlich weniger als im Thüringer Schnitt (9,65%). Da das RKI empfiehlt, diese Personen nicht in den Dienst zu rufen, geht zwar Potential verloren, aber in vertretbarem Umfang.