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LINKE-Politiker unterstützen die Arbeit des Jenaer Frauenhaus e.V.

Passend zum 25. November - dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen - überreichte Torsten Wolf (MdL, DIE LINKE) im Namen der Alternative 54 einen Scheck in Höhe von 450 Euro an den Jenaer Frauenhaus e.V., den stellvertretend die Mitarbeiterin Kathrin Hampel entgegennahm. Die Spende stammt aus Mitteln des Vereins „Alternative 54 Erfurt e.V.“, der die automatischen Erhöhungen der Diäten der LINKEN-Abgeordneten an soziale, kulturelle und ehrenamtliche Vereine sowie Jugendprojekte weitergibt.

Es ist eher die Ausnahme, dass ein Einzug ins Jenaer Frauenhaus geplant und gut organisiert verläuft. In den meisten Fällen erfolgt ein Einzug in höchster Not, Angst und Verzweiflung nach einem wiederholten Polizeieinsatz oder nach einer massiven Bedrohungssituation durch den Partner oder auch Expartner. Die gepackte Tasche steht nicht unbedingt bereit und im Kopf überschlagen sich die Gedanken bei den Betroffenen, wie es überhaupt weitergehen soll? Die Hemmschwelle dieses Unterstützungs- und Schutzangebot in Anspruch zu nehmen ist nach wie vor sehr hoch. Für die Mitarbeiterinnen des Jenaer Frauenhaus e.V. bedeuten diese Aufnahmesituationen, die oft freitags oder am Abend stattfinden, das die Frauen und deren Kinder sowohl mit Essen, als auch mit Hygieneartikel und manchmal auch mit einem Grundsortiment an Kleidung notversorgt werden müssen bevor anderweitig Hilfen organisiert werden kann. Dank der Spende durch die Alternative 54 ist diese Notversorgung nun für die nächsten ein bis zwei Jahre sichergestellt.

Neben der Einrichtung des Frauenhauses betreibt der Verein auch eine öffentlich zugängliche Fachberatungsstelle bei Häuslicher Gewalt in der Wagnergasse 25. Für Frauen aber auch für Angehörige, Nachbar*innen oder professionelle Fachkräfte ist es immer möglich, sich persönlich oder telefonisch an diese zu wenden und kurzfristig einen Termin zu vereinbaren. Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und kann auf Wunsch auch anonym durchgeführt werden. Eine Beratung hat nicht automatisch eine Aufnahme ins Frauenhaus zur Folge. Inhalt der Beratung kann unter anderen sein: die Begleitung bei schwierigen Trennungs- und Scheidungssituationen, eine Gefährdungseinschätzung und Notfallplanung bei Häuslicher Gewalt und/oder eine Beratung zu möglichen Schutzmaßnahmen, wie z.B. eine Anzeige oder ein Antrag nach Gewaltschutzgesetz.

Der Kontakt und die Öffnungszeiten der Fachberatungsstelle sind auf der Homepage des Vereins unter www.frauenhaus-jena.de zu finden. Über den Notruf für Frauen in akuten häuslichen Gewaltsituationen ist es auch außerhalb der Bürozeiten möglich, sich an die Mitarbeiterinnen zu wenden unter 0177-4787052.