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Christian Wächter

MdL Torsten Wolf übergibt FFP2-Masken an Jenaer Träger Sozialer Arbeit und Initiativen- Bindung der Abgabe von FFP2-Masken an Jenabonus-Karte für viele Menschen zusätzliche große Hürde

Am Montag und Dienstag übergab der Jenaer Landtagsabgeordnete Torsten Wolf, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Thüringer Landtag und Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport im Thüringer Landtag, jeweils 100 FFP2- Masken an fünf Initiativen und Träger der Sozialen Arbeit in Jena. Entgegen der Erwartungen werden die FFP2-Masken in den Seniorenbegegnungsstätten in der Closewitzer Straße und den Jahresringen, im Jugendclub Polaris, dem Stadtteilbüro Winzerla und bei der Foodsharing-Initiative dringend gebraucht. Denn die Abgabe von FFP2-Masken durch die Stadt Jena an sozioökonomisch benachteilige Menschen durch die Stadt ist zwar sehr zu begrüßen. Doch sie ist an den Besitz der Jenabonus-Karte der Stadt Jena gebunden.

Die vier beim DRK Jena angesiedelten Ausgabestellen für FFP2-Masken dürfen die Ausgabe der Masken nur vornehmen, sofern Bezieher sozialer Leistungen Inhaber der Jenabonus-Karte sind. Die Vorlage eines Leistungsbescheides, der wiederum zur Beantragung der Jenabonus-Karte notwendig ist, reicht dafür nicht aus. Auch wenn die DRK-Ausgabestellen für Betroffene eine notwendige Terminvereinbarung beim Bürgerservice der Stadt anbieten, stellt sich dieses Vorgehen für viele Menschen als zusätzliche hohe Hürde heraus. Damit schließt die Stadt Jena, welche das Betreten der Innenstadt und vieler Einrichtungen an das Tragen von FFP2-Masken bindet, sozioökonomisch benachteiligte Menschen zumindest temporär aus dem öffentlichen Leben aus.

In der jungen Vergangenheit hat die Attraktivität der Jenabonus-Karte durch den pandemiebedingten Wegfall kultureller Angebote und die seit Ende 2020 eingestellte vergünstigte Nutzung von Bus und Bahn wesentlich abgenommen. Die Bindung der Abgabe von FFP2-Masken an die Jenabonus-Karte stellt sich somit als fast alleiniger Nutzen der Jenabonus-Karte heraus. Eine Bindung der Ausgabe von FFP2-Masken an die Vorlage eines Leistungsbescheides würde als Kontrollinstrument für die Stadtverwaltung völlig ausreichen.