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Torsten Wolf

Wolf (DIE LINKE): Auch in Thüringen tödliche Zwischenfälle im Thüringer Sport

Mit großer Betroffenheit hat die Fußball- und Sportwelt die Ereignisse rund um das Spiel Dänemark gegen Finnland während der laufenden Europameisterschaft zur Kenntnis genommen. Während des Spiels brach der dänische Spieler Christian Eriksen mit einem Herzstillstand zusammen und konnte nur durch sofortige Reanimationsmaßnahmen mittels Defibrillator ins Leben zurückgeholt werden. Dies nahm der Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzende des Sportausschuss im Landtag, Torsten Wolf, zum Anlass, um in einer mündlichen Anfrage über solche Vorfälle und entsprechende „Lebensrettende Ausstattung im Thüringer Sport“ (so der Titel der Anfrage in Vorlagennummer 7/3599) zu erfragen.

Die Antwort der Landesregierung ergab, dass in den letzten 5 Jahren 4 Vorfälle eines sogenannten optischen Todes gab. Vom optischen Tod spricht man bei Todesfällen während des Sports, die aber nicht ursächlich durch den Sport verursacht sind. Gefragt nach entsprechenden Empfehlungen oder Verordnungen, welche Akutbehandlungen beinhalten antwortete die Landesregierung, dass beim Landessportbund alle Übungsleiter eine 9 stündige Erste Hilfe Ausbildung absolvieren müssen, die zur Akuthilfe befähigen. Bezüglich entsprechender Ausstattung mit Defibrillatoren in den Thüringer Sportvereinen liegen der Landesregierung keine Erkenntnisse vor, sie will aber nach Angaben von Staatssekretärin Dr. Heesen das Gespräch dazu mit dem Landessportbund suchen und dabei auch eventuell notwendige Förderung durch die Politik oder die Kassen eruieren. Zusammenfassend erklärt der Abgeordnete Wolf dazu: „Die erschütternden Bilder des dänischen Fußballspielers Eriksen haben öffentlich ein unter Sportlern längst bekannte Erkenntnis für alle offensichtlich werden lassen, auch bei trainierten Menschen kann es zu lebensgefährlichen Zwischenfällen kommen. Hier brauchen wir dringend Klarheit über Umfang und Ausmaß. Daher begrüße ich die Bereitschaft des Sportministeriums, sich darüber mit dem Landessportbund auszutauschen. Ich werde in angemessener Zeit die Ergebnisse im Sportausschuss des Landtages und die daraus folgenden notwendigen Schritte abfragen. Sport soll weiterhin so sicher wie möglich sein.“